Krichbaum: Auch Kripodirektion muss nach Pforzheim

Vor der Kabinettssitzung der baden-württembergischen Landesregierung am kommenden Dienstag, auf der die Korrekturen der grün-roten Polizeireform beschlossen werden sollen, meldet der CDU Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum Klärungsbedarf an:

'Die Region Nordschwarzwald wird durch das zugesicherte Polizeipräsidium Pforzheim klar gestärkt. Dies ist ein Verdienst aller, die sich massiv dafür eingesetzt hatten', so Krichbaum. Ausgehend von Medienberichten vom letzten Samstag müsse nun aber darauf geachtet werden, dass die Neustrukturierung auch polizeilich Sinn mache. So wäre  Calw als möglicher Sitz der Kriminalpolizei-Direktion (KP-Dir) nicht akzeptabel, so Krichbaum weiter.

'Es mag ja sein, dass Calw aufgrund seiner mittigen Lage geographisch günstig erscheint, aber die Kriminalpolizei-Direktion (KPDir) gehört nach Pforzheim', ist Krichbaum überzeugt. 'Die Stadt Pforzheim ist leider wegen ihrer hohen strukturellen Arbeitslosigkeit und der starken Migration der Brennpunkt vieler Probleme. Deshalb darf der Sitz nicht ins ruhige, beschauliche Calw gelegt werden, sondern er muss dorthin, wo es zweckdienlich ist.' Nicht vergessen werden dürfen auch die Abschiebehaftanstalt und mögliche gewalttätige Demonstrationen.

Man sollte nicht denselben Fehler machen wie in Ludwigsburg, wo die Direktion nach Böblingen verlegt wurde und vor Ort lediglich ein Kriminalkommissariat beließ, ist Krichbaum überzeugt. In Mannheim und Heidelberg wurde derselbe Fehler begangen. Ein Kriminalkommissariat würde per se weniger Aufgabenbereiche haben als eine Kriminalpolizei-Direktion, so dass auch in gewisser Sogeffekt nicht ausgeschlossen werden könne.  Etwas anderes könnte möglicherweise für die Verkehspolizeidirektion gelten. Hier könne die zentrale Lage Calws sogar ein Vorteil sein. 'So oder so darf aber die Effizienz der Polizeiarbeit nicht leiden', so Krichbaum abschließend.

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