"Macron hat beste Chancen - das ist ein gutes Zeichen für Europa"

Emmanuel Macron hat als Erstplatzierter eine hervorragende Ausgangsposition für den zweiten Wahlgang und damit alle Chancen, der achte Präsident der Fünften Republik zu werden. Das ist ein wertvolles Signal für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Wir brauchen mehr denn je ein politisch starkes Frankreich, wenn es in den nächsten Monaten darum geht, zahlreiche europäische Krisen zu meistern und wieder als europäischer Impulsgeber in Erscheinung zu treten.

Zugleich darf das Ergebnis aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Frustration der Franzosen in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Stagnation in ihrem Land tief sitzt. Die zusammengerechneten Stimmenanteile von Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon stehen mit gut 40% für einen antieuropäischen Kurs. Das sollte mindestens für die im Juni bevorstehenden Parlamentswahlen als Alarmzeichen verstanden werden.

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